Hinterland Rimini, Hinterland der Adriaküste- ein grünes Meer von Tradition, Kultur und Geschmack.
Das Hinterland der Romagna wird Sie durch ihren Zauber, ihre Schönheit und die Vielfalt der Panoramen, Aussichten, Geschichte und Tradition überraschen.
Man braucht sich nur wenige Kilometer von dem farbenprächtigen Strand der Küste zu entfernen, um die wahren Wurzeln dieses Landes und zusammen mit ihm der legendären Geschichte einer Familie zu finden: die Malatesta.
Der Reisende wird beglückt sein, Ortschaften, Festungen und Landschaften zu bewundern, die als natürliche Terrassen auf das Meer der Adria blicken; anmutige Orte, wo man die Natur, die artistischen Schönheiten und naturreine Gaumenfreuden genießen kann.
Der Landstrich unterteilt sich in zwei von unterschiedlichen morphologischen Eigenschaften gekennzeichnete Hügellandschaften: die Hügel der Valmarecchia, wo das Panorama von Ausläufern und ziemlich unwegsamen und ”wilden” Stellen durchsetzt ist und die Valconca, mit weicheren und runderen Hügeln.
Der Reisende wird auf der Entdeckungstour des Hinterlandes von Rimini daher gleich zwei Routen planen und folgen können. Die erste längs der vom Fluss Marecchia durchquerten Orte, auf den Spuren bezaubernder Ortschaften wie Santarcangelo di Romagna, Verucchio, Torriana und Poggio Berni. Diese Ortschaften stellten mit ihren militärischen Festungen eine Verteidigungsbarriere von grundsätzlicher Wichtigkeit dar, um während des Mittelalters und der Renaissancezeit der Signoria der Malatesta die Beherrschung des gesamten Territoriums zu garantieren.
Im Städtchen römischen Ursprungs Santarcangelo di Romagna kann man noch heute die typische Struktur einer befestigten mittelalterlichen Ortschaft erkennen, welche einen unbestreitbaren Zauber ausstrahlt. In der „Altstadt“ befindet sich zudem ein Netz aus mysteriösen Tuffsteingrotten: mehr als einhundert Stollen, die eine regelrechte unterirdische Stadt bilden. Zahlreiche Grotten sind dem Publikum geöffnet.
Eine Andere Örtlichkeit von großem Interesse ist sicherlich Verucchio, die Ortschaft erhebt sich auf einem Felsenausläufer, dessen Anhöhe von der Rocca Malatestiana dominiert wird (auch Rocca del Sasso – Burg des Steines genannt), von der aus das Marecchia Tal überschaut werden kann. Die Ursprünge von Verucchio reichen weit zurück: hier lebte ein fortschrittliches Volk wahrscheinlich etruskischer Abstammung, das wertvolle artistische und kulturelle Zeugnisse zurückgelassen hat. Diese Zivilisation wurde Villanoviana genannt und lebte zwischen dem XI. und VII. Jh. v. Chr. Zahlreiche Ausgrabungen haben herrliche und in ihrer Art einzigartige Fundstücke ans Licht gebracht, die im Städtischen Archäologiemuseum bewundert werden können.
Die Ortschaft Poggio Berni liegt in einem Hügelgebiet direkt hinter Santarcangelo und ist ein Kreuzungspunkt, antike historische Gebäude und Adelspaläste, wie Palazzo Marcosanti und Palazzo Astolfi, sowie zahlreiche Windmühlen bezeugen den Reichtum dieses fruchtbaren Landstrichs.
Die kleinen Dörfer Torriana und Montebello liegen auf zwei die Valmarecchia dominierenden Ausläufern. Montebello, im Lauf der Zeit praktisch unversehrt geblieben, ist ein suggestiver und faszinierender Ort, der heute als faunistische Oase unter Schutz steht. Sein berühmtes Kastell bietet dem Besucher zahlreiche Überraschungen, denn es ist reich an Schätzen und Geheimnissen, Truhen, sehr prestigevollen Möbeln, wie eine bemalte Truhenbank, die auf die Kreuzfahrtzeit zurückgeht. Das Innere birgt einen Dädalus an mysteriösen Stollen, sehr tiefen Brunnen, geheimen Durchgängen: die antiken Chroniken berichten, dass in seinem Inneren ein 5 Jahre altes Mädchen mit eigenartigen blauen Haaren 1375 eben in den Untergeschossen des Kastells verschwunden sei. Diese Geschichte ist der Ursprung der Legende des Geistes Azzurrina, der angeblich noch immer innerhalb der Kastellmauern umgeht. Auch Torriana, in kurzer Entfernung unterhalb von Montebello gelegen, kann sich einer mehrmals restaurierten Burg rühmen.
Der Valmarecchia-Landstrich birgt ebenso viele Schönheiten wie jener der Valconca. Diese Gegend ist von einer durchgehenden Aufeinanderfolge sanfter, abgerundeter Hügel gekennzeichnet, auf deren Anhöhen sich friedliche Ortschaften erheben.
Es gibt viele nennenswerte Örtlichkeiten: Coriano, San Clemente, der blühende, nur wenige Km vom Strand Cattolicas entfernte, überaus fruchtbare landwirtschaftliche Ort San Giovanni in Marignano, der auch bekannt ist für die magische Hexennacht (Veranstaltung zwischen dem 23. und 24.Juni), wo man die Traditionen und Mysterien der Hexen aufleben lässt. Dann Morciano di Romagna, berühmt für den äußerst antiken Jahrmarkt von St. Gregorius, Montefiore Conca, sicherlich einer der am besten erhaltenen und faszinierendsten mittelalterlichen Orte unserer Region, mit seinen Wäldern und der grünen Natur. Von seiner beeindruckenden Burg aus, deren Geometrie kilometerweit erkennbar ist, schweift der Blick über die gesamte Küste der Romagna, die Berge der Marken und San Marino. In Montefiore überrascht und beeindruckt die Herrlichkeit der Paläste, der Kloster, der Kirchen, die während der Glanzzeit der Malatesta errichtet wurden, Lebendigkeit, Schönheit und Ruhe, die bis in die Gegenwart erhalten geblieben sind.
Eine andere Ortschaft von Interesse ist Gemmano mit seiner unbefleckten Natur, wo die Spuren der Menschen spärlich sind und das Land wild und üppig. Ein echtes Paradies für alle, die die Natur und den Urlaub auf dem Land lieben. Hier befindet ich auch das Naturschutzgebiet der Grotten von Onferno.
Danach gelangt man nach Saludecio, ein Dorf, das zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert zweifelsohne das wichtigste Städtchen der Valconca war und auch dank der religiösen Figur des Seligen Amato Ronconi berühmt ist, der hier im Jahr 1200 lebte. Der Ort bietet zahlreiche wunderschöne Trekking- und Mountain-Bike Routen, die sich alle lohnen.
Danach findet man Mondaino. Der Name bedeutet "Berg der Damhirsche", da hier einst Damhirschherden weideten und ein der Diana, der Göttin der Jagd und der Beschützerin der Wälder, gewidmeter Tempel stand. Mondaino, ist an der Grenze zwischen dem Herrschaftsgebiet der Malatesta und der Montefeltro gelegen und umgeben von starken Mauern und befestigten Toren. Auf dem äußerst originellen Platz findet jedes Jahr der Palio vom Damhirsch mit suggestiven historischen Umzügen statt.
Eine andere in die Route einzubeziehende Ortschaft ist Montegridolfo, als Wachposten auf dem Kamm zwischen dem Conca-Tal und dem Foglia-Tal gelegen; seitens der Marken wurde der Ort tief greifenden Restaurations- und Integrationsarbeiten unterzogen, die ihn in einen Ferienort verwandelten. Die städtebauliche Strukturierung des Ortes ist mittelalterlich und aus einer Verflechtung von Gassen gekennzeichnet. Neben dem Eintangstor erhebt sich der schöne Palazzo Viviani, heute Hotel und Restaurant.
Im “mittleren” Teil des Conca-Tals liegt Montescudo, längs der Grenze zu San Marino. Hier ist die Landschaft landwirtschaftlicher Art und das Leben ist noch stark con den weiterhin vorhandenen bäuerlichen Traditionen und der Gastronomie beeinflusst, die wie in großen Teilen der Romagna erfreuliche Gaumenfreuden bietet. Im August findet in Montescudo das leckere Kartoffelfest statt.
Schließlich findet man nur wenige Kilometer entfernt, den interessanten Ort Montecolombo, dessen mittelalterliche Struktur klar erkennbar ist. Nicht verpassen sollte man die Sagra della Trippa e dello Strozzaprete (Fest der Kutteln und Strozzapreti-Nudeln) im Juli.